Andere Spielorte

Auch wenn das Prinzenpalais das Zuhause von TonArt ist, bieten wir auch an anderen Orten Konzerte an und arbeiten mit anderen Veranstaltern zusammen. Denn in der Region gibt es noch viele anderen tolle historische Räume! Jede dieser Aufführungsstätten hat ihren eigenen Charme und an jedem dieser Konzertabende entstand und entsteht eine besondere Atmosphäre der Vertrautheit zwischen Künstlern und Publikum und ein unmittelbarer Eindruck der Musik, die sich mit dem Ort der Aufführung verbindet.

Herrenhaus Sickte

 

Nach und nach entwickelte sich aus Niedersickte ein Bauerndorf, dessen Höfe mitteldeutsche Dreiseit- und Hakenhöfe mit Hausformen des Erkeröder Haustyps sind. Das Rittergut wurde 1638 durch Zusammenlegung mehrerer Höfe begründet. Hier sollen nicht die durch Geschlechter, Pächter und Besitzer gehende Geschichten aufgeschlagen werden, seit ein Dr. Heinrich Schrader, Kanzler Augusts d.J., 1636 Land und Rechte erhielt und letztere so nutzte, dass die zur Fron gezwungenen Bauern den Aufstand probten. Dies zu erwähnen ist aber wichtig, um zu verstehen, warum mancher Sickter bis in die jüngste Zeit hinein mit dem „Herrenhaus“ nicht viel im Sinn hatte.

 

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel kam es an die von Veltheim. Zuletzt wurde es als Vorwerk verwendet, bis es 1957 zum Teil aufgelöst und verkauft wurde. 1982 gründete sich ein Förderverein, der den Erhalt des schön proportionierten barocken Baus mit dem Rittersaal betreibt. Mit seinen charakteristischen Arkadenöffnungen zeigt er eine engen Verbindung von anspruchsvoller Gutsarchitektur mit traditionellen bäuerlichen Bauweisen und neueren Europäischen Stiformen. Heute ist es Sitz der Samtgemeindeverwaltung.

 

TonArt veranstaltet in dem wunderschön renovierten Herrenhaus Sickte regelmäßig Konzerte.

Klostergut Heiningen

 

Die Geschichte des Ortes Heiningen reicht zurück ins 6. und 7. Jahrhundert und auch das Klostergut Heiningen hat eine lange Vorgeschichte. Um das Jahr 1000 n. Chr. gründeten zwei Frauen aus der Familie der Billunger hier ein Kloster als Kanonissenstift. Die kirchliche Oberaufsicht hatten die Hildesheimer Bischöfe (um diese Zeit Bischof Bernward), die weltliche übte ein Vogt aus, der hier nicht aus der Gründerfamilie stammte. Später verwalteten dieses Amt die Herren von der Asseburg. Das Kloster hatte viel Grundbesitz – bis in die Gegend von Gifhorn. Laienbrüder arbeiteten in der Landwirtschaft, auch nichtadelige Frauen durften in das Kloster eintreten. Die Nonnen machten Handarbeiten, noch heute kann man Antependien aus Heiningen im Kloster Marienberg bewundern. Stifter forderten für ihre Schenkungen, dass man an ihren Namenstagen für ihre Seelen betete und mit einem Besuch der Heininger Kirche konnte man sich einen 40tägigen Ablaß erwirken, wie eine Urkunde aus dem 13. Jahrhundert bestätigt.

 

Auch heute lohnt sich ein Besuch der Kirche. In der dreischiffigen Basilika lassen sich Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert erkennen und u.a. die Figuren der Stifterinnen Hildesuit und Walburga sowie eine lebensgroße vollplastisch geschnitzte Figur des Heiligen Bernward betrachten. Nach der Reformation und während des 30jährigen Krieges erlebte das Kloster eine wechselvolle Geschichte zwischen Aufschwung und Niedergang. Im Jahre 1803 kam das Klostergut nach dem Reichsdeputationhauptschluß an Preußen. Nach der endgültigen Schließung 1809 kaufte es die Familie Markworth, Vorfahren der noch heute auf dem Klostergut lebenden und arbeitenden Familie Degener. In einem Hofladen wird hier eine breite Palette ökologischer Waren angeboten (geöffnet Dienstags 15:00 bis 18:00, Freitags 9:00 bis 12:00 und 15:00 bis 18:00, Samstags 9:00 bis 12:00).

 

Die Kulturinitiative TonArt veranstaltet einige Male im Jahr in dem wunderschönen barocken Saal dieses Anwesens ihre Konzerte.

Landesmusikakademie Wolfenbüttel

 

Mit der Landesmusikakademie in Wolfenbüttel steht seit dem 8. August 2009 für Niedersachsens Laien- und Nachwuchsmusiker eines der bundesweit modernsten Zentren für die musikalische Aus-, Fortbildung und Produktion bereit. Nach zweijähriger Bauzeit haben der Landesmusikrat Niedersachsen e.V. und die Stadt Wolfenbüttel die Landesmusikakademie im Seeliger Park eröffnet.

 

Vor allem für die mehr als 450.000 Laienmusiker in Niedersachsen wurde hier eine hervorragendes Proben- und Ausbildungszentrum geschaffen, das darüber hinaus zum lebendigen Austausch anregt. Laienmusiker und Multiplikatoren, z.B. Übungsleiter, können sich in Wolfenbüttel auf dem neuesten technischen Stand fortbilden. Dies ist in den drei Sälen für große Orchester und Chöre ebenso möglich wie für kleine Kammermusikensembles oder Rockgruppen. Das Akademiegebäude beheimatet neben einem Probesaal für Sinfonie- und Blasorchester sowie dem Kammermusiksaal für Chorproben und dem Rhythmiksaal auch ein Lehrtonstudio. Dieses ist auch für die digitale Musikproduktion geeignet. Abgerundet wird das Profil der Landesmusikakademie Niedersachsen durch Angebote im Bereich der interkulturellen Bildung in der Musik.

 

Das Raumkonzept wird 2010 um die denkmalgerecht sanierte Seeliger Villa ergänzt. Diese bietet Platz für weitere Proberäume für Blasmusik-Register und Chor-Stimmgruppen.

 

Im engen Austausch mit der benachbarten Bundesakademie für kulturelle Bildung soll das „Haus der Musik“ ein Ort des aktiven Dialogs über aktuelle Fragen der Musikkultur, des intensiven Lernens und zum Treffpunkt aller musikbegeisterten Niedersachsen werden. Ziel ist es, Wolfenbüttel als eines der führenden Kompetenzzentren deutschlandweit zu etablieren.

Herzog August Bibliothek

 

Die Herzog-August-Bibliothek („HAB“) in Wolfenbüttel ist eine international bekannte Bibliothek und bedeutende Forschungsstätte vor allem für das Mittelalter und die frühe Neuzeit. Sie untersteht unmittelbar dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das die Arbeit der HAB durch einen international besetzten Wissenschaftlichen Beirat begleiten lässt.

 

An der HAB wird Forschung betrieben und gefördert, unter anderem durch Stipendien. Regelmäßig werden wissenschaftliche Tagungen und kulturelle Veranstaltungen sowie Ausstellungen von überregionaler Bedeutung organisiert.

 

Durch die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke ist die HAB zusammen mit anderen Bibliotheken und den Sondersammelgebieten in die Bildung einer dezentralen Nationalbibliothek für Deutschland eingebunden. Die HAB ist im Rahmen dieses Projektes für die Sammlung von deutschen Drucken des 17. Jahrhunderts zuständig. In der HAB wird das Evangeliar Heinrichs des Löwen, (entstanden zwischen 1174 und 1189, höchstwahrscheinlich ca. 1188), aufbewahrt.

 

In der Augusteer-Halle finden regelmäßig Konzerte statt. Mit der spannenden Architektur und den bis unter die Decke stehenden alten Büchern vermittelt sie eine ganz besondere Atmosphäre.

Ratssaal Wolfenbüttel

 

Der Ratssaal liegt im oberen Geschoß des Wolfenbütteler Rathauses. Hier finden die Tagungen des Rates, allerlei Empfänge von in- und ausländischen Besuchern sowie kulturelle Ereignisse statt.

 

Das Wolfenbütteler Rathaus entstand aus dem Zusammenwachsen einer ganzen Reihe einzelner Häuser, die im späten 16. und während des 17. Jahrhunderts auf dem ehedem sehr sumpfigen Untergrund am Rande des jetzigen Stadtmarktes erbaut wurden. Als erstes entstand das Ratskellergebäude, an das sich im Jahre 1609 die im Renaissancestil erbaute Alte Ratswaage im rechten Winkel anschloss. Sie hat ein mächtiges aus Eichenbalken gefügtes Rundbogenportal, darüber eine alte Inschrift, die Rechte Waage betreffend. Das Portal wird gekrönt von einer sehr freien Nachbildung des ursprünglichen Stadtwappens aus dem herzoglichen Wappenbrief von 1570. Hier ist der Haupteingang zu allen städtischen Büros wie auch zum Ratssaal. Ebenfalls im Rathaus ein Stück weiter zur Linken befindet sich die Stadtinformation.

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